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Der Wasserturm von NahariyaAuf einer Erhebung, etwa 10 Meter über Meeresspiegel, steht der Wasserturm, der Nahariya überblickt und zum Symbol der Stadt geworden ist. Die Errichtung des Turms wurde im Mai 1935 begonnen und Ende Februar 1936 vollendet. Der 27 Meter hohe Turm wurde als ein geschlossenes, achteckiges Bauwerk mit einem runden Wasserspeicher und einer Kapazität von 250 Kubikmetern entworfen. Der Innenraum unter dem Speicher wurde in Stockwerke aufgeteilt, die durch eine Treppe miteinander verbunden waren. Die endgültige Entscheidung, den Turm zu bauen, wurde im Oktober 1934 getroffen, zu dem Hauptzweck, die nördlichen Landwirtschaftsbetriebe (vom Gaaton Boulevard bis zur Hanita-Straße) mit Wasser zu versorgen. Der erste Bohrversuch erfolgte im Januar 1935 (östlich des heutigen Soglowek- Betriebs). Doch er schlug fehl. Ein erneuter Versuch im Februar 1935 (Ecke Weizmann/Steinmetz-Straße) war erfolgreich. So produzierte der „Brunnen Nr.2“ 500 Kubikliter hochwertiges Trinkwasser pro Stunde, mit nur 0.0035 Gramm Chlor pro Liter. Zusätzlich zur Wasserversorgung diente der Wasserturm noch weiteren Zwecken:
Der Wasserzufluss zum Speicher wurde 1984 aus technischen Gründen eingestellt und somit verlor der Turm seine Hauptfunktion. In den neunziger Jahren, als das Bauwerk immer mehr zerfiel, begannen die Frauen des „Inner Wheel“-Clubs in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung mit der Erneuerung der Außenwände. Neu renoviert wurde der Turm 2003 dank der Initiative der Stadt Nahariya, der israelischen Staatslotterie, der Denkmalschutz- behörde und dem „Inner Wheel“ wiedereröffnet. Ein Forschungsprojekt zur Geschichte des Turms führte zur Aussage eines alteingesessenen Bürgers der Stadt, worin er von einem Versteck unter dem Fußboden berichtete, das 1936 der Ausbildung von Hagana-Kämpfern gedient hatte. Die Aussage wurde bestätigt und der Raum gefunden. Weil die Bevölkerung der Stadt wuchs, wurden zusätzliche Brunnen gebohrt und zwei weitere Türme gebaut. Heute wird der größte Teil des städtischen Wasserverbrauchs von den Brunnen gedeckt, und nur ein Drittel des Wassers wird durch Mekorot (die nationale Wasserbehörde) zur Verfügung gestellt. Der Wasserturm heuteHeute dient der Wasserturm als Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen. Im großen Hof und auf der Terrasse sind Skulpturen aufgestellt. Außerdem finden dort auch Vorträge zum Thema Kunst und Theater und Musikaufführungen statt. Unser besonderer Dank gilt Herrn Eli Bar-On für seine Hilfe und Auskunft über die Geschichte des Wasserturms. Bibliografie: Öffnungszeiten Samstag 10:00-14:00 |